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Erste Lese auf dem Zescher Weinberg seit 71 Jahren

Nach 71 Jahren wurden am Freitag, den 02.10.2015 zum ersten Mal wieder Trauben auf dem Zescher Weinberg gelesen. Nach einer Hitzeperiode im August bot der Herbst den Trauben dann aber ideale Bedingungen. Das günstige Herbstwetter – warme Tage und kühle Nächte mit erheblichen Temperaturunterschieden – hat den Reifeprozess der Trauben auf ideale Art und Weise gefördert. Der Oechsle-Grad, also das Mostgewicht der Trauben, wurde regelmäßig bestimmt. Das durchschnittliche Mostgewicht der beiden Rotweinsorten Regent und Acolon lag am Freitag bei 86 Öchsle und so konnte mit der Lese der beiden Rotweinsorten begonnen werden. Von den Insgesamt 1000 Reben die im Mai 2013 gepflanzt wurden, konnten knapp 400 Kilogramm geerntet werden.
 
Im Weinkeller des Weingutes Hanke in Jessen wurden die Trauben gleich entrappt, das heißt, die Beeren wurden maschinell von ihrem Stielgerüst getrennt. Winzer Frank Hanke lobte die ausgezeichnete Qualität der Trauben, deren Beeren in einer Mühle zerdrückt wurden, so dass ein dickflüssiges Gemisch aus Fruchtfleisch, Traubenkernen, Schalen und Saft entstand, die Maische. Die Maische wurde in einen Stahltank gepumpt. Dort verbleibt sie einige Zeit, um unter anderem Aromavorstufen, Geschmacksstoffe, Phenole und weitere lösliche Substanzen aus den Beeren in den Saft zu extrahieren. Durch diese Maischestandzeit werden Stoffe gelöst, die die Sensorik, Struktur und Haltbarkeit des späteren Weines beeinflussen. Jetzt bleibt abzuwarten, welche Qualität der Wein erreichen wird.
 
Mit der Ernte der Weißburgundertrauben am 13.10.2015 konnte die erste Weinlese auf dem Zescher Weinberg erfolgreich abgeschlossen werden. Nachtfröste und angekündigter Regen machte die Lese erforderlich. Von den 500 Reben konnten über 300 kg geerntet werden. Die Ansprüche des Weißburgunders an Boden und sind hoch. Dennoch haben wir eine ansprechende Qualität erreichen können. Das Mostgewicht liegt bei 80°Oechsle. Die Säure liegt bei: 6,5g/l.

Die Rebsorte Weißburgunder ist eine bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannte weiße Rebsorte. Sie wird den Burgunderrebsorten zugeordnet und gehört zu den sehr alten Rebsorten, die sich aus den Rebsorten Spät- bzw. Grauburgunder entwickelt hat. Knapp 4.800 Hektar oder 4,7 Prozent der deutschen Rebfläche sind derzeit mit der Sorte bestockt.

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