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Fällarbeiten am Weinberg Zesch

Weinbautradition soll wiederbelebt werden

Die Vorbereitungen für die Wiederbelebung des Weinbaus in Zesch haben nun auch praktisch begonnen. Nachdem alle Genehmigungen für das Projekt vorliegen, fanden Anfang 2013 die Fällarbeiten am Südhang des Weinbergs statt. Ein Harvester von John Deere benötigte dafür trotz Schnee nur wenige Stunden. Noch in diesem Jahr sollen auch die Rebpflanzen gesetzt werden.

Betreiber des Weinbergs ist der 2010 gegründete Verein zur Förderung des historischen Weinbaus in Zesch e.V. Zunächst soll eine Rebfläche von 3.000 m² mit drei Rebsorten angelegt werden. Ermöglicht wird das Vorhaben auch durch die Unterstützung des jetzigen Eigentümers, der Hatzfeldt-Wildenburg´schen Verwaltung. 

Der 93,2 m hohe Weinberg liegt ca. 500 m südöstlich der Ortslage Zesch. Erstmals erwähnt wurde der Zescher Weinberg 1595. Er war der westlichste Ausläufer des Weinbaugebiets um Teupitz, das zur Niederlausitz gehörte. Selbst den 30jährigen Krieg, der das Dorf weitgehend entvölkert hatte, überstand der Weinberg offenbar ohne größere Schäden. Eine zeitgenössische Quelle gibt Auskunft darüber, dass sogar die Presse und das Winzerhaus überlebt haben. Der Zescher Weinberg konnte sich, als letzter der gesamten Region, bis nach 1945 halten und ist damit derjenige, der am längsten kontinuierlich betrieben wurde.

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