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Rotweinlese 2017 auf dem Zescher Weinberg

Am 01. Oktober war es soweit: Die roten Trauben wurden geerntet, da für die Folgetage Regen vorhergesagt war.
Ein holpriges Weinjahr liegt für die beiden Rotweinsorten Acolon und Regent hinter uns. Jedes Weinjahr ist eben anders. Erst ließ ein ungewöhnlich warmes Frühjahr die Reben sehr früh austreiben, dann schockten späte Nachtfröste und richteten insbesondere beim Acolon einigen Schaden an. Die erhoffte Herbstsonne blieb auch aus, stattdessen kamen Feuchtigkeit und es drohte Fäulnis. Auch die Vögel fanden in den letzten Wochen trotz der Netze gefallen an den süßen Trauben.

Am frühen Nachmittag stand ein zwanzigköpfiges Team auf dem Weinberg bereit und las bis in den späten Nachmittag. Die Trauben von 500 Reben Acolon und 500 Reben Regent wurden anschließend zum Keltern nach Jessen zum Weingut Hanke gebracht. Dort wurde die gute Qualität der Trauben gelobt. Der Oechsle-Grad, also das Mostgewicht der Trauben, wurde regelmäßig bestimmt. Das durchschnittliche Mostgewicht der beiden Rotweinsorten Regent und Acolon lag bei 80 Öchsle. Von den Insgesamt 1000 Reben die im Mai 2013 gepflanzt wurden, konnten knapp 700 Kilogramm geerntet werden.

Im Weinkeller des Weingutes Hanke in Jessen wurden die Trauben gleich entrappt, das heißt, die Beeren wurden maschinell von ihrem Stielgerüst getrennt. Dabei wurden die Beeren zerdrückt, so dass ein dickflüssiges Gemisch aus Fruchtfleisch, Traubenkernen, Schalen und Saft entstand, die Maische. Die Maische verbleibt jetzt einige Zeit im Gärbehälter, um unter anderem Aromavorstufen, Geschmacksstoffe, Phenole und weitere lösliche Substanzen aus den Beeren in den Saft zu extrahieren. Durch diese Maischestandzeit werden Stoffe gelöst, die die Sensorik, Struktur und Haltbarkeit des späteren Weines beeinflussen. Jetzt bleibt abzuwarten, welche Qualität der Wein erreichen wird.

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