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Weinberg Zesch präsentiert sich am 14.06.2015 anlässlich der Brandenburger Landpartie

Gelegenheit zum Kennenlernen

Der Weinberg Zesch präsentiert sich zur Brandenburger Landpartie am Sonntag, den 14. Juni 2015 von 10:00 – 18:00 Uhr. Auf dem idyllisch gelegenen Weinberg werden Weinbergführungen, Livemusik, Spezialitäten aus dem Morgen- u. Abendland wie Kaffee, Kuchen, Bratwurst, syrische Köstlichkeiten etc. angeboten.

Neben den Weinbergführungen können die Gäste zur Landpartie auch Wein vom Weingut Hanke aus Jessen verkosten. Mit dem Weingut Hanke hat sich eine gute Zusammenarbeit entwickelt und dort sollen auch die Trauben gekeltert werden.

Bei den Führungen wird auch auf die Geschichte des Weinbergs eingegangen. Der Zescher Weinberg, erstmals 1595 erwähnt, gehörte ursprünglich der fürstlichen Familie zu Solms-Baruth, die lange Zeit eine niederlausitzer Standesherrschaft war. Als einziger Weinberg der Region war er ununterbrochen bis 1945 in Betrieb. Somit ist er in Brandenburg derjenige, der am längsten kontinuierlich betrieben wurde. Noch immer finden sich Relikte aus dieser Zeit. Fundamentreste des ehemaligen Pressenhauses konnten freigelegt werden. In dem Pressenhaus befand sich eine große hölzerne Weinpresse. Ein Gewölbebogen westlich des Weinbergs ist ein steinernes Zeugnis des ehemaligen Weinkellers.

Mit der Neupflanzung von 1.500 Reben auf dem 90 m hohen Weinberg im Mai 2013 wurde an diese jahrhundertealte Weinbautradition angeknüpft. Angebaut werden zwei Rotweinsorten und eine Weißweinsorte. Gemessen an den 102 Tausend Hektar, auf denen in ganz Deutschland Wein angebaut wird, nehmen sich die 30 Hektar, auf denen in Brandenburg Rebstöcke stehen, sehr bescheiden aus. Dennoch erlebt der Weinanbau in Brandenburg in den letzten fünf Jahren im Land einen enormen Zuwachs.

In diesem Jahr wurde auf dem Weinberg Zesch die Drahtrahmenanlage fertiggestellt. Es ist die in Mitteleuropa meist verbreitete Rebanlagenform. In den letzten 30 Jahren hat sich die Reberziehung grundlegend verändert. Benutzte man früher arbeitsaufwendige Erziehungssysteme wie die Einzelstockerziehung (vor 1945 auch in Zesch), arbeitet man heute vorwiegend mit hoher und weit aufgespannter Drahtrahmenerziehung, die ein ausgewogenes Blatt-Frucht-Verhältnis ermöglicht, gute Durchlüftung für weniger Pilz- und Schädlingsbefall bietet, große Blattfläche für optimale Photosynthese bereithält und zugleich sinnvoll bewirtschaftbar ist.

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