Weinbau in Brandenburg

Der Weinbau war einst in weiten Teilen Brandenburgs verbreitet

Der Weinbau war einst in weiten Teilen Brandenburgs verbreitet, belegt ist er seit dem 12. Jahrhundert. Er wurde von Klöstern, Gutsherren, den Bürgern der Städte, aber auch von Bauern betrieben. Die Anbaugebiete konzentrierten sich in den südlichen Teilen des Landes, wie in der Niederlausitz, um Lübben und in der Region um Werder. Seine Blütezeit erlebte der heimische Weinbau im 15./16. Jahrhundert.

Nachdem sich bereits im 18. Jahrhundert ein Rückgang angedeutet hatte, kam es im 19. Jahrhundert endgültig zum Niedergang. Die Gründe dafür waren vielfältig: Neben der Verschlechterung der klimatischen Bedingungen und der allgemeinen Zunahme des Bierkonsums spielte z.B. auch der Ausbau der Verkehrswege eine Rolle, der die Einfuhr der begehrten süddeutschen und ausländischen Weine erleichterte.

Bis spätestens zum Ersten Weltkrieg waren fast alle Brandenburger Weinberge stillgelegt. Der Zescher Weinberg konnte sich, als letzter der gesamten Region, bis nach 1945 halten und ist damit derjenige, der am längsten kontinuierlich betrieben wurde.

In den letzten Jahren kam es an verschiedenen Orten zur Rekultivierung alter Weinberge – zum Teil mit beachtlichem Erfolg, wie die Beispiele in Werder, Baruth, Schlieben oder Guben demonstrieren.

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